Zwei Preise, nicht einer
Der Abstand zählt mitEin Handelsplatz nennt immer zwei Preise: einen, zu dem er verkauft, und einen, zu dem er zurückkauft. Der Abstand dazwischen ist sein Verdienst, und er steht nirgends als Gebühr, weil er keine ist. Wer nur auf die ausgewiesene Handelsgebühr schaut, vergleicht zwei Anbieter an der falschen Stelle.
Praktisch heisst das: der günstigste Handelsplatz ist nicht der mit der niedrigsten Gebühr, sondern der, bei dem Gebühr und Abstand zusammen am kleinsten sind. Diesen Vergleich kann jeder selbst anstellen, und er dauert zwei Minuten: Kaufpreis und Verkaufspreis desselben Werts zur selben Minute nebeneinander legen.
Was den Unterschied zwischen Anbietern ausmacht
Drei Bauarten| Bauart | Wie abgerechnet wird | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Handelsplatz mit Orderbuch | Gebühr in Prozent, Abstand meist klein | Bedienung ist ungewohnter, dafür ist der Abstand ausgewiesen |
| Sofortkauf im Kundenbereich | «Gebührenfrei», Verdienst liegt im Abstand | Der Preis ist bereits der Preis mit Aufschlag |
| Automat | Feste Gebühr plus Abstand | Bequem, und bei kleinen Beträgen der teuerste der drei Wege |
Keine der drei Bauarten ist grundsätzlich richtig oder falsch. Der Unterschied ist, wie sichtbar der Preis ist, den man zahlt.
Warum der erste Kauf oft zu klein ausfällt
Und was das kostetDer naheliegende Einstieg ist ein kleiner Probebetrag. Das ist beim Spielen vernünftig und beim Kaufen teuer: die Netzgebühr für die anschliessende Überweisung hängt nicht am Betrag, sodass zwanzig Franken anteilig ein Vielfaches dessen kosten, was tausend kosten würden. Wer den Probelauf trotzdem will, macht ihn besser mit einem Wert, dessen Netzgebühr fest und niedrig ist.
Nach dem Kauf: die eigene Adresse
Zwischenschritt mit FolgenViele lassen die Münze auf dem Handelsplatz liegen und überweisen von dort direkt in die Kasse. Das spart einen Schritt und eine Gebühr. Der Preis dafür ist, dass zwei fremde Stellen nacheinander den Betrag halten, statt einer fremden und einer eigenen — und dass manche Handelsplätze Überweisungen an bestimmte Adressen einschränken, ohne das vorher anzukündigen.
Wer den Zwischenschritt über die eigene Wallet geht, zahlt eine Netzgebühr mehr und hat dafür die Kontrolle über den Rückweg. Die Rückwegseite zeigt, warum das nicht nur theoretisch ist.
Kaufen: die Frage dahinter
Der erste SchrittDie eigentliche Frage beim Kaufen ist nicht «wo ist es am billigsten», sondern «woraus besteht der Preis». Ein Handelsplatz mit null Prozent Gebühr und einem breiten Kursabstand ist teurer als einer mit ausgewiesener Gebühr und engem Abstand — und er sieht auf jeder Vergleichsseite besser aus. Wer Kauf- und Verkaufspreis desselben Werts zur selben Minute nebeneinanderlegt, hat die Antwort in zwei Minuten und braucht keine Tabelle.
Der Grund, warum das auf einer Seite über Bitcoin Casinos überhaupt steht: Zwischen einem Schweizer Konto und einer Kasse, die in Münzen abrechnet, liegt ein Systemwechsel, und er kostet an drei Stellen. Wer nur die Kassen vergleicht und den Weg dorthin auslässt, vergleicht die kleinere Hälfte der Rechnung.
Diese Seite nennt keine Handelsplätze mit Namen und keine Gebührentabelle. Solche Listen sind binnen Wochen falsch, und der entscheidende Posten — der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs — steht ohnehin in keiner davon. Was hier steht, ist die Rechnung, mit der man ihn in zwei Minuten selbst misst.
Häufige Fragen
Was tatsächlich gesucht wirdWas kostet der Kauf einer Münze gegen Franken?
Zwei Dinge: die ausgewiesene Handelsgebühr und der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Der zweite Posten steht nirgends als Gebühr, wirkt aber wie eine.
Ist «gebührenfrei» wirklich gebührenfrei?
Nein. Wo keine Gebühr ausgewiesen ist, liegt der Verdienst im Kursabstand — der Preis ist dann bereits der Preis mit Aufschlag.
Muss die Münze auf eine eigene Wallet?
Nötig ist es nicht, aber es entscheidet darüber, wer den Betrag zwischendurch hält und wie frei der Rückweg ist.